Akute und chronische Schmerzen
Schmerz ist ein vielschichtiges Signal des Körpers.
Er kann durch akute Ereignisse wie Verletzungen, Operationen oder Entzündungen entstehen, aber auch über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben und chronisch werden.
Viele Menschen gehen zunächst davon aus, dass Schmerzen immer eine klare orthopädische Ursache haben müssen. In der Praxis zeigt sich jedoch häufig, dass Schmerzen auch durch Veränderungen im Gewebe entstehen können – insbesondere in der Muskulatur und im faszialen Gewebe.
Unser Körper ist grundsätzlich für Bewegung und wechselnde Belastung ausgelegt. Dauerhafte Anspannung, einseitige Belastungen oder anhaltender Stress können jedoch dazu führen, dass bestimmte Muskelgruppen permanent unter Spannung stehen.
Ein typisches Beispiel ist die Muskulatur im Nacken- und Schulterbereich. Sie reagiert besonders sensibel auf Stress, innere Anspannung oder anhaltende Belastung im Alltag. Bleibt diese Spannung über längere Zeit bestehen, kann sich auch das umgebende Gewebe verändern.
Die Faszien – ein feines Bindegewebsnetz, das Muskeln, Organe und Strukturen miteinander verbindet – reagieren auf solche Belastungen häufig mit erhöhter Spannung und eingeschränkter Beweglichkeit.



