Unser Nervensystem ist der Taktgeber für vieles, was im Körper geschieht.
Es entscheidet mit darüber, wie wir Reize wahrnehmen, wie gut wir verdauen, wie tief wir schlafen und wie schnell wir uns nach Belastungen erholen. Steht der Körper über längere Zeit unter Stress, bleibt das System in einem Zustand erhöhter Aktivität – auch dann, wenn äußere Belastungen längst vorbei sind.
Häufig zeigt sich das in scheinbar getrennten Beschwerden: Schlafprobleme, innere Unruhe, Verdauungsbeschwerden, wiederkehrende Verspannungen, das Gefühl, nie wirklich abschalten zu können. Aus meiner Sicht gehören diese Themen eng zusammen.
Das vegetative Nervensystem verstehen
Unser autonomes Nervensystem reguliert Prozesse, die wir nicht bewusst steuern: Herzschlag, Atmung, Verdauung, Hormonhaushalt. Es kennt zwei grundlegende Modi – Aktivierung und Regeneration.
Beide werden gebraucht. Problematisch wird es, wenn der Aktivierungsmodus zur Dauerschleife wird. Dann fällt es dem Körper schwer, in den Regenerationsmodus zurückzufinden – obwohl genau dort Verdauung, Heilung und Erholung stattfinden.
Innere Anspannung muss dabei nicht laut sein. Sie kann sich auch leise zeigen: in flacher Atmung, festen Schultern, einem unruhigen Magen oder dem Gefühl, nicht wirklich zur Ruhe zu kommen.



